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Alle Befehle liefern abschließend einen Status-Wert (Exit-Status). Dieser Wert kann geprüft werden, um festzustellen, ob der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde. (Beispielsweise enthält in den meisten Shells die Variable $? den Status des zuletzt ausgeführten Befehls.) Der Exit-Status Null wird üblicherweise bei erfolgreicher Befehlsausführung verwendet. Ein Exit-Status ungleich Null zeigt an, dass der Befehl nicht erfolgreich ausgeführt wurde. (Details zum Exit-Status finden Sie in wait(2).) Ein von Null verschiedener Exit-Status kann im Bereich von 1 bis 255 liegen. Einige Befehle kodieren mit unterschiedlichen Statuswerten (ungleich Null) den aufgetretenen Fehler.
Für Linux gibt es grafische Oberflächen (GUI, graphical user interface), auf denen Sie mit der Maus arbeiten und hoffentlich die Arbeit erledigen können, ohne vorher viel Dokumentation zu lesen. Die traditionelle UNIX-Umgebung ist die Befehlszeile (CLI, command line interface), in der Sie die Befehle für den Computer eintippen. Das ist schneller und leistungsfähiger, fordert aber von Ihnen, sich über die Befehle zu informieren. Im Folgenden werden die wichtigsten Befehle für Ihren Einstieg vorgestellt.
Eine Sitzung könnte ungefähr so ablaufen:
Und hier hat die Eingabe Control-D die Sitzung beendet. Das % ist die Eingabeaufforderung (der Prompt) -- so zeigt die Shell an, dass sie für den nächsten Befehl bereit ist. Es gibt viele Möglichkeiten für die Anpassung der Eingabeaufforderung, die Dinge wie Benutzername, Maschinenname, das aktuelle Verzeichnis, die Zeit umfassen kann. Die Zuweisung PS1="Was jetzt, Meister? " würde den Prompt entsprechend ändern.
knuth login: aeb Password: ******** % date Di 6. Aug 23:50:44 CEST 2002 % cal August 2002 Mo Di Mi Do Fr Sa So 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 % ls bin tel % ls -l insgesamt 2 drwxrwxr-x 2 aeb 1024 Aug 6 23:51 bin -rw-rw-r-- 1 aeb 37 Aug 6 23:52 tel % cat tel maja 0501-1136285 peter 0136-7399214 % cp tel tel2 % ls -l insgesamt 3 drwxr-xr-x 2 aeb 1024 Aug 6 23:51 bin -rw-r--r-- 1 aeb 37 Aug 6 23:52 tel -rw-r--r-- 1 aeb 37 Aug 6 23:53 tel2 % mv tel tel1 % ls -l insgesamt 3 drwxr-xr-x 2 aeb 1024 Aug 6 23:51 bin -rw-r--r-- 1 aeb 37 Aug 6 23:52 tel1 -rw-r--r-- 1 aeb 37 Aug 6 23:53 tel2 % diff tel1 tel2 % rm tel1 % grep maja tel2 maja 0501-1136285 %
Es gibt also die Befehle date (der Datum und Uhrzeit ausgibt) und cal (der einen Kalender anzeigt).
Der Befehl ls listet den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses auf -- er sagt Ihnen, welche Dateien Sie haben. Mit der Option -l gibt er eine ausführliche Liste aus. Sie umfasst Angaben zu Besitzer, Größe und Zeiten und die Benutzerrechte für das Lesen und/oder Ändern der Dateien. Zum Beispiel ist die Datei »tel« 37 Bytes lang und gehört aeb. Der Besitzer darf sie lesen und schreiben, andere dürfen sie lediglich lesen.
Der Befehl cat wird den Inhalt einer Datei zeigen. (Der Name leitet sich von »concatenate and print« ab: alle als Parameter übergebenen Dateien werden aneinander gehangen und zur »Standardausgabe« (hier der Bildschirm des Terminals) geschickt.)
Der Befehl cp (von »copy«) kopiert eine Datei, der Befehl mv (von »move«) hingegen benennt sie nur um.
Der Befehl diff zeigt die Unterschiede zwischen zwei Dateien. Hier gab es mangels Unterschieden keine Ausgabe.
Der Befehl rm (von »remove«) löscht die Datei. Seien Sie sorgfältig! Es gibt keinen Papierkorb oder ähnliches. Gelöscht bedeutet verloren.
Der Befehl grep (von »g/re/p«) findet das Vorkommen einer Zeichenkette in einer oder mehreren Dateien. Im Beispiel findet er Majas Telefonnummer.
Der Befehl pwd gibt das aktuelle Verzeichnis an.
Der Befehl cd wechselt das aktuelle Verzeichnis. Probieren Sie »cd /« und »pwd«, danach »cd« und »pwd« aus.
Der Befehl rmdir löscht ein Verzeichnis, wenn es leer ist. Anderenfalls beschwert er sich.
Der Befehl find (mit einer ziemlich barocken Syntax) findet Dateien anhand ihres Namens oder anderer Eigenschaften. Z. B. wird »find . -name tel« die Datei »tel« suchen und fängt damit im aktuellen Verzeichnis (».«) an. »find / -name tel« würde das gleiche tun, aber im Wurzelverzeichnis starten. Große Suchoperationen auf einer Platte mit mehreren GB benötigen viel Zeit. In diesem Fall kann es besser sein, locate(1) zu verwenden.
In der Dokumentation ist es üblich, von Handbuchseiten den Namen und die Abschnittsnummer anzugeben, z. B. man(1). Sie sind knapp und ermöglichen Ihnen, schnell ein vergessenes Detail nachzuschlagen. Für Anfänger ist ein einführender Text mit mehr Beispielen und Erklärungen nützlich.
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