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Falls der Name der komprimierten Datei für das Dateisystem zu lang ist, kürzt gzip ihn. Gzip versucht nur die Teile des Dateinamens zu kürzen, die länger als drei Zeichen sind. (Ein Teil wird durch Punkte begrenzt.) Falls der Name nur kurze Teile enthält, werden die längsten Teile gekürzt. Falls Dateinamen zum Beispiel auf 14 Zeichen begrenzt sind, wird gzip.msdos.exe zu gzi.msd.exe.gz komprimiert. Namen werden nicht auf Systemen gekürzt, die keine Begrenzung für die Länge von Dateinamen haben.
Standardmäßig behält gzip den Originaldateinamen und den Zeitstempel in der komprimierten Datei. Diese werden benutzt, wenn die Datei mit der Option -N dekomprimiert wird. Dies ist nützlich, wenn der komprimierte Dateiname gekürzt wurde oder wenn der Zeitstempel nach einer Dateiübertragung nicht aufbewahrt wurde.
Komprimierte Dateien können wieder unter Benutzung von gzip -d, gunzip oder zcat zu ihrer Originalform hergestellt werden. Falls der Originalname, der in der komprimierten Datei gespeichert wurde, nicht für das Dateisystem geeignet ist, wird ein neuer Name aus dem des Originals konstruiert, damit er zulässig wird.
gunzip nimmt auf der Befehlszeile eine Liste von Dateien entgegen und ersetzt jede Datei, deren Name auf .gz, -gz, .z, -z, oder _z endet (Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert) und die mit der korrekten magischen Zahl mit einer nicht komprimierten Datei ohne die Originalendung beginnt. gunzip erkennt außerdem die Spezialendungen .tgz und .taz als Kürzel für .tar.gz beziehungsweise .tar.Z. Beim Komprimieren benutzt gzip, falls nötig, die Endung .tgz anstatt eine Datei mit einer .tar-Endung zu kürzen.
gunzip kann derzeit Dateien dekomprimieren, die mittels gzip, zip, compress, compress -H oder pack erstellt wurden. Das Eingabeformat wird automatisch festgestellt. Wenn die ersten beiden Formate benutzt werden, prüft gunzip einen 32-Bit-CRC. Für pack prüft gunzip die unkomprimierte Länge. Das Standard-compress-Format wurde nicht entworfen, um Konsistenzprüfungen zu ermöglichen. gunzip kann jedoch manchmal eine fehlerhafte .Z-Datei erkennen. Falls Sie beim Dekomprimieren einer .Z-Datei einen Fehler erhalten, gehen Sie nicht davon aus, dass die .Z-Datei korrekt ist, nur weil der Standard-uncompress-Befehl dies nicht bemängelt. Dies bedeutet im Allgemeinen, dass der Standard-uncompress-Befehl seine Eingabe nicht prüft und fröhlich Datenmüll ausgibt. Das SCO-Format »compress -H« (LZH-Komprimierungsmethode) enthält keinen CRC, ermöglich aber ebenso einige Konsistenzprüfungen.
Dateien, die durch zip erstellt wurden, können nur durch Gzip dekomprimiert werden, wenn sie ein einziges Element haben, das mit der Deflationsmethode komprimiert wurde. Diese Funktion ist nur dazu gedacht, zu helfen tar.zip-Dateien in das tar.gz-Format umzuwandeln. Benutzen Sie einen Befehl wie gunzip <foo.zip oder gunzip -S .zip foo.zip, um eine zip-Datei mit einem einzigen Element zu extrahieren. Um Zip-Dateien mit mehreren Elementen zu extrahieren, benutzen Sie gunzip anstelle von unzip.
zcat ist mit gunzip -c identisch. (Auf einigen Systemen könnte zcat als gzcat installiert sein, um den Originalverweis auf compress zu bewahren.) zcat dekomprimiert entweder eine Liste von Dateien auf der Befehlszeile oder seiner Standardeingabe und schreibt die dekomprimierten Daten auf die Standardausgabe. zcat wird Dateien dekomprimieren, die die korrekte magische Zahl haben, unabhängig davon, ob sie eine .gz-Endung haben oder nicht.
Gzip benutzt in zip und PKZIP den Lempel-Ziv-Algorithmus. Der erhaltene Komprimierungsgrad hängt von der Größe der Eingabe und der Verteilung der üblichen Teilzeichenfolgen ab. Typischerweise wird Text, wie Quellkode oder Englisch, um 60-70% reduziert. Komprimierung wird im Allgemeinen viel besser als bei LZW (wie sie in compress benutzt wird), Huffman-Kodierung (wie sie in pack benutzt wird) oder angepasster Huffman-Kodierung (compact) erreicht.
Komprimierung wird immer durchgeführt, sogar, wenn die komprimierte Datei nur unwesentlich kleiner als das Original ist. Im schlimmsten Fall besteht die Expansion aus wenigen Byte für den Gzip-Datei-Header, plus fünf Byte je 32K-Block oder einer Expansionsrate von 0.015% für große Dateien. Beachten Sie, dass sich die tatsächliche Anzahl benutzter Plattenblöcke fast nie erhöht. gzip bewahrt beim Komprimieren und Dekomprimieren den Modus, die Besitzrechte und die Zeitstempel der Datei.
Das gzip-Dateiformat ist spezifiziert in der Dateiformatspezifikation P. Deutsch, GZIP Version 4.3, <ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1952.txt>, Internet RFC 1952 (Mai 1996). Das zip-Deflationsformat ist spezifiziert in der Kompressionsdaten-Formatspezifikation P. Deutsch, DEFLATE Version 1.3, <ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1951.txt>, Internet RFC 1951 (Mai 1996).
komprimierte Größe: Größe der komprimierten Datei
unkomprimierte Größe: Größe der unkomprimierten Datei
Rate: Komprimierungsrate (0.0%, falls nicht bekannt)
unkomprimierter Name: Name der unkomprimierten Datei
Die unkomprimierte Größe wird für Dateien, die nicht im Gzip-Format vorliegen wie komprimierten .Z-Dateien, mit -1 angegeben. Um die unkomprimierte Größe einer solchen Datei zu ermitteln können Sie Folgendes benutzen:
zcat file.Z | wc -c
In Kombination mit der Option --verbose werden ebenso die folgenden Felder angezeigt:
Methode: Komprimierungsmethode
CRC: der 32-Bit-CRC der unkomprimierten Daten
Datum & Zeit: Zeitstempel für die unkomprimierte Datei
Die derzeit unterstützten Komprimierungsmethoden sind Deflate, Compress, LZH (SCOs »compress -H«) und Pack. Der CRC wird für eine Datei, die nicht im Gzip-Format vorliegt, als ffffffff angegeben.
Mit --name sind der unkomprimierte Name, Datum und Zeit diejenigen, die innerhalb der komprimierten Datei gespeichert sind, falls vorhanden.
Mit --verbose wird außerdem die Gesamtgröße und Komprimierungsrate für alle Dateien angezeigt. Mit --quiet werden der Titel und die Summenzeilen nicht angezeigt.
gunzip
-S "" * (*.* for MSDOS)
Frühere Versionen von Gzip benutzten die Endung .z. Dies wurde geändert, um einen Konflikt mit pack(1) zu vermeiden.
gzip -c file1 > foo.gz
gzip -c file2 >> foo.gz
dann
gunzip -c foo
entspricht
cat file1 file2
Im Fall, dass ein Element einer .gz-Datei beschädigt ist, können andere Elemente immer noch wiederhergestellt werden (falls das beschädigte Element entfernt wurde). Sie können jedoch eine bessere Komprimierung bekommen, wenn Sie alle Elemente auf einmal komprimieren.
cat file1 file2 |
gzip > foo.gz
komprimiert besser als
gzip -c file1 file2 > foo.gz
Falls Sie zusammengehängte Dateien erneut komprimieren möchten, um eine bessere Komprimierung zu erhalten, tun Sie Folgendes:
gzip
-cd old.gz | gzip > new.gz
Falls eine komprimierte Datei aus mehreren Elementen besteht, gilt die unkomprimierte Größe und der CRC, der durch die Option --list gemeldet wird, nur für das letzte Element. Falls Sie die unkomprimierte Größe aller Elemente benötigen, können Sie Folgendes nutzen:
gzip -cd file.gz
| wc -c
Falls Sie eine einzelne Archivdatei mit mehreren Elementen so erstellen möchten, dass Elemente später unabhängig voneinander extrahiert werden können, benutzen Sie ein Archivierungsprogramm wie Tar oder Zip. GNU-Tar unterstützt die Option -z, um Gzip transparent aufzurufen. Gzip wurde als eine Ergänzung zu Tar entworfen, nicht als ein Ersatz.
Auf Vax/VMS ist der Name der Umgebungsvariablen GZIP_OPT, um einen Konflikt mit dem Symbolsatz zum Aufruf des Programms zu vermeiden.
Das gzip-Dateiformat ist spezifiziert in der Dateiformatspezifikation P. Deutsch, GZIP Version 4.3, <ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1952.txt>, Internet RFC 1952 (Mai 1996). Das zip-Deflationsformat ist spezifiziert in der Kompressionsdaten-Formatspezifikation P. Deutsch, DEFLATE Version 1.3, <ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1951.txt>, Internet RFC 1951 (Mai 1996).
wiederhergestellt werden durch Benutzung von
zcat file > recover
Im vorhergehenden Beispiel wurde Gzip explizit durch die Option -z von GNU-Tar aufgerufen. Stellen Sie sicher, dass für das Lesen und Schreiben komprimierter Daten auf Bänder die gleiche Blockgröße (Option -b von Tar) verwandt wird. (Dieses Beispiel geht davon aus, dass Sie die GNU-Version von Tar verwenden.)
zcat file.gz | wc -c
Die Option --list meldet Größen als -1 und CRC als ffffffff, falls die komprimierte Datei sich auf einem nicht durchsuchbaren Medium befinden.
In einigen seltenen Fällen ergab die Option --best schlechtere Komprimierung als die Standardkomprimierungsstufe (-6). Auf einigen hoch redundanten Dateien komprimiert compress besser als gzip.
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